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05.12.2017, 09:31 Uhr | Peggy Kühnapfel
Zossener Berufspendler werden mit Fahrplanumstellung abgehängt
Stellungnahme zum Landesnahverkehrsplan 2018 / Email an die Landrätin in Teltow-Fläming
Update 05.02.2018: Kleine Lösung ab 12.02.2018 in Sicht!

Ab dem 12.02.2018 wird die unten beschriebene Lücke vom Landkreis Teltow-Fläming geschlossen. Es gibt eine Fahrplanänderung. Ab diesem Tag wird es wieder Nachmittags eine stündliche Verbindung von Ludwigsfelde nach Zossen geben. Neu eingesetzt wird die Buslinie 701 ab Ludwigsfelde Bahnhof: Abfahrt täglich Mo-Fr um 17:48 Uhr Richtung Zossen!
Fahrplan ab 12.02.2018 zum runterladen: 
https://vtf-online.de/pdf2017_12/701_20180212.pdf 

Ursprünglicher Text vom 05.12.2017:
Neben dem Schienenverkehr ist die weitere Busanbindung zum Wohnort sehr entscheidend für Pendler. Durch den Wegfall des Buses 618 Wünsdorf - Potsdam ab 10.12.2017 wird die Stadt Zossen ein großes Stück vom Nahverkehr abgehängt. Obwohl sich die Stadt noch im sogenannten Speckgürtel von Berlin befinden.
Mit Verwunderung und großem Ärger haben wir die neuen Fahrpläne der Verkehrsbetriebe Teltow-Fläming studiert, die ab dem 10.12.2017 eingesetzt werden. Durch den Wegfall der Linie 618 hätten wir gedacht, dass durch das ortsansässige Verkehrsunternehmen zumindest in den Stoßzeiten zum Feierabend ein stündlicher Verkehr zwischen Ludwigsfelde und Zossen durch die Linie 701 abgedeckt wird, was aber nicht der Fall sein wird. Überaus ärgerlich ist es, dass der Bus um 17:30 Uhr ab Ludwigsfelde Bahnhof Richtung Zossen vollkommen wegfällt. Als Zossener Bürger und Pendler kann man aus Berlin über Ludwigsfelde nur noch eine Busverbindung kurz vor 17 Uhr und eine Verbindung kurz vor 19 Uhr nutzen, damit entfällt die wichtigste Pendlerabfahrtszeit dazwischen ersatzlos. Eine Bahn-/Busverbindung über Zossen Bahnhof ist für Glienicker inakzeptabel, da der Tarif um einen weiteren Tarifbereich teurer ist und 1,5 h statt 1 h Fahrtzeit notwendig wäre.

Das ist absolut inakzeptabel und in der heutigen Zeit ein Mobilitätsrückschritt in die Steinzeit. Wir hätten uns gewünscht, dass ein regionales Verkehrsunternehmen wenigstens die Berufspendler im Blick hätte und zumindest am frühen Abend (werktags) einen stündlichen Bus einsetzen würde.

Wir würden uns freuen, wenn die Busverbindungen bedarfsorientiert und kundenfreundlich gestalten würden. Die Buslinie 618, die nun nicht mehr verkehren wird, hatte eine gute Auslastung zu Zeiten, wenn Berufspendler unterwegs sind. Meist war kein Sitzplatz mehr im Bus frei.
 

Unbefriedigende Antwort der Verkehrsbetriebe TF vom 06.12.2017, was direkt ein Anschreiben an die Landrätin ausgelöst hat: „Die Buslinie 618 ist eine landesbedeutsame Linie und wurde in den letzten 2 Jahren von der DB Regio Ost im Auftrag des Landes Brandenburg bedient. Unser Unternehmen fährt im Auftrag des Landkreises Teltow-Fläming, alle Verkehrsleistungen sind vertraglich vereinbart. Wir haben keinen Auftrag, den gestrichenen Verkehr auf der Buslinie 618 zu übernehmen, insofern können wir diese Leistung nicht anbieten. Es tut uns leid, Ihnen keine positive Antwort geben zu können.“

-> Sehr geehrte Frau Wehlan,

angehängt können Sie dem aktuellen Schriftverkehr entnehmen, dass Berufspendler, wie ich, ab dem 10.12.2017 stark in Mitleidenschaft gezogen werden, weil die Buslinie 701 nicht in den frühen Abendstunden stündlich verkehrt und damit nicht die Lücke durch den Wegfall der Buslinie 618 schliessen wird. Die Buslinie 701 fährt zu anderen Tageszeiten durchaus stündlich, nur nicht zu den wichtigen Berufszeiten.

Hier hat meines Erachtens die Kreisverwaltung versagt! Weil eine Prüfung der geänderten Fahrmöglichkeit für Berufspendler nach Wegfall einer Buslinie 618 durch Ihre Verwaltung hätte erfolgen müssen! Die Kreisverwaltung hätte diese Lücke für Pendler erkennen müssen, die dringend zu schließen ist. Dieser Mobilitätsengpass ist absolut inakzeptabel für berufstätige Bürger, die in der Hauptstadt arbeiten. Die Nahverkehrsinfrastruktur wird dadurch erheblich gestört, was dem eigentlich Trend "weg vom Auto" empfindlich schadet, wenn man aus Berlin via Ludwigsfelde nur noch zwei statt drei Verbindungen auf der Rückfahrt nach Hause nutzen kann, was auch die persönliche Flexibilität stark einschränkt.

Eine kostenneutrale kleine Lösung hätte wie folgt aussehen können: Ein 701er Bus, der zur Mittagszeit vorwiegend leer von Ludwigsfelde Richtung Zossen fährt, hätte auf die Zeit um 17:48 Uhr verschoben werden können, wo viele Pendler vom Ludwigsfelder Bahnhof Richtung Zossen fahren möchten.

Ich, als Berufspendler und Bürgerin dieses Landkreises, appelliere an Sie als Landrätin diesen erheblichen Missstand für Pendler schnellstmöglich zu beheben und eine Lösung anzubieten.

 

Mit freundlichen Grüßen, P. Kühnapfel

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